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Pressure Magazine

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07.09.2010

Red Hot Chili Pipers - Blast


Pressure:
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   Leser:
1.0/6 Sterne durch 1 Lounge Nutzer
 
Label: Rel / New Music |  Erscheinungsdatum: 27.03.2009 | 

 
Red Hot Chili Pipers - Blast

Bands, die bekannte Songs in neuer Fassung präsentieren, kennen wir einige. Da sind Boss Hoss, die mit Coveralben anfingen und sich nun erfolgreich im Mainstream etabliert haben. Wir erinnern uns an die mythenumwobenen Hayseed Dixie, mit ihren Bluegrass-Versionen von Hardrock-Songs, deren neues Album auch kürzlich erschienen ist. Und auch Nouvelle Vague mit ihren zarten Interpretationen der jüngeren Popgeschichte, ist den meisten von uns ein Begriff.

Nun also erscheint nach zwei Studioalben  mit „Blast“ das erste Livealbum der Red Hot Chili Pipers. Einer Band aus Glasgow, der eingefallen ist, dass man Klassiker der Musikgeschichte ja auch einfach mal auf dem Dudelsack spielen könnte. Und schon nach wenigen Songs wird klar: Man kann es tun, man kann es aber auch einfach lassen.

Das, was sie Rock nennen, ist blutarm, ihr Funk ist seelenlos und über allem breitet sich ein einem Ölteppich ähnelnder zähflüssiger akustischer Brei von drei meist gleichzeitig bespielten Dudelsäcken aus.  Sie  verprügeln „Thunderstruck“ von AC/DC und tun ähnliches mit zwei recht bekannte Songs von Deep Purple und Queen, derer man schon im Original längst überdrüssig geworden ist. Dudelsackgrütze darüber macht das Ganze wahrlich nicht besser. Zwischendrin ein paar Eigenkompositionen und Traditionals, wie es sich gehört, man muss die Minuten schließlich vollkriegen.

„Clocks“ von Coldplay covern sie allerdings ganz hübsch. Mehr aber auch nicht.

Herausragend bei dem ganzen ist höchstens das Cover, das es bei den regelmäßig veranstalteten „hässlichstes Cover aller Zeiten“- Contests lässig in die Top Ten  schaffen könnte. Dass die komplette aufklappbare CD-Hülle von Zitaten gesäumt ist, die der Band eine außerordentliche Großartigkeit und Kreativität bescheinigen, bestätigt das durch die Musik entstandene Bild. Wer sowas nötig hat, von dem kann nix wirklich gutes kommen.
Review von Dyk Bonkers

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