Kürzlich wendete sich Klaus Farin, der Gründer und Leiter des in Europa einzigartigen Archiv für Jugendkulturen mit einem Brief an Unterstützerinnen und Unterstützer, an die Presse und an potentielle Helfer.
Hintergrund - Das Berliner Archiv der Jugendkulturen ist ein 1998 gegründeter Verein, "der sich zur Aufgabe gemacht hat, Zeugnisse aus und über Jugendkulturen (Bücher, Zeitschriften, Fanzines, Flyer, Magister- und Diplomarbeiten, Medienberichte, Musik etc.) zu sammeln, auszuwerten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen." (Wikipedia)
Die gemeinnützige Einrichtung, die seit mehr als 12 Jahren ohne staatliche Förderung von ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben wird, kann die finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung des Archivs nicht mehr aufbringen und ist auf Unterstützung von Aussen angewiesen.
Unserer Meinung nach ist das Archiv eine zweifellos wichtige Einrichtung. Deshalb geben wir gerne folgende Meldung von Klaus an euch weiter mit der Bitte um freundliche Beachtung und Weiterverbreitung.
"Liebe Leute,
seit zwölf Jahren arbeitet das Archiv der Jugendkulturen nunmehr schon als gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, differenzierte Informationen über Jugendkulturen zu erforschen und zu verbreiten, die in der (ver)öffentlich(t)en Meinung ja zumeist in simplen Schwarz-weiß-Rastern diffamiert werden.Das alles, obwohl wir bis heute keinen Cent Regelförderung erhalten. Die große Mehrzahl unserer MitarbeiterInnen arbeitet ehrenamtlich. Ich finde, das ist durchaus eine Erfolgsgeschichte.
Die Kehrseite: Immer wieder müssen MitarbeiterInnen sogar privat Gelder spenden, um die laufenden Kosten zu zahlen. Damit ist die Existenz dieser in Europa einmaligen Einrichtung in regelmäßigen Abständen akut gefährdet. Auf Dauer braucht eine derartige Einrichtung wenigstens eine hauptamtliche Stelle und die Sicherung der Grundkosten."
Über das Archiv der Jugendkulturen
Zu seinen Glanzzeiten brachte das Archiv vier bis sechs Bücher im Jahr heraus und hatte sich in den vergangenen Jahren stark vergrößern können. So berichtet Klaus Farin, der Betreiber des Archivs, in einem früheren Interview:"Angefangen haben wir mit dem zentralen Bereich einer Bibliothek, das waren 185qm, inzwischen haben wir 650. Angefangen haben wir mit einer Mitarbeiterin, inzwischen sind es etwa 25 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, zwei Drittel davon ehrenamtlich. Finanziell gesehen gibt es immer noch keine Regelförderung, wir müssen immer noch die Miete und alles was wir brauchen selbst erwirtschaften, durch Spenden zum Beispiel."
Das Archiv gilt auch als beliebter Informationspool, der ebenso von Studenten aufgesucht wird, die eine Diplomarbeit schreiben und häufig auch aus Szenen kommen. "Die Hälfte davon komme nicht aus Berlin, sondern aus ganz Deutschland." erklärt Klaus Farin und führt fort "Es kommen auch jährlich Leute aus Übersee, aus Amerika, Japan, aus allen möglichen europäischen Ländern, weil es so eine Einrichtung eigentlich nirgendwo gibt."
Was die Kids heute dazu bringe, sich einer Subkultur anzuschließen, wollen wir wissen:
"Das sind die selben Gründe wie immer. Es sind ja nicht alle, sondern etwa 20 bis 25 Prozent jeder Generation, meist in den Städten. Freunde suchen ist natürlich immer einfacher, wenn man sich optisch gleich erkennt. Wenn ein Punk einen anderen Punk trifft, weiß man sofort, das sind Kumpels. Das andere ist die Abgrenzung, also irgendwie anders sein, irgendwie rebellisch sein und nicht so ein Mitläufer. Attitüde zählt da." so der Archiv-Betreiber.
Ein spannendes und unterstützenswertes Thema wie wir vom Pressure Magazine finden. Denn das Archiv der Jugendkulturen leistet enen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Information gegenüber Lehrer, Schüler, Schulklassen, Streetworker und Medien. Außerdem betreibt es Jugendforschung, berät Kommunen, Institutionen, Vereine und bietet jährlich bundesweit rund 120 Schulprojekttage und Fortbildungen für Erwachsene an.
Nachfolgend noch ein Video via Youtube mit Klaus Farin, der das breite Spektrum seiner Arbeit in einem Interview darstellt.
Sie müssen den aktuellen Flash Player installieren.
Wie kann man helfen?
Helfen kann man neben Spenden natürlich auch durch die Weiterverbreitung dieser Newsmeldung in dem ihr unseren Beitrag über unsere Social-Bookmark-Leiste unter diesem Artikel in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, MySpace oder ähnlichen an Freunde weiterleitet.
Wer seinen Teil dazu beitragen mag, dass vom Archiv der Jugendkulturen initiierte Projekte wie Culture On The Road weiter existieren, der sollte aktiv werden. Durch Weitersagen oder durch finanzielle Hilfe.
Spendenkontonummer: 124 138 3853
BLZ: 500 502 01
Bank: 1822direkt Frankfurter Sparkasse
Konto-Inhaber: Klaus Farin
Zweck: Spende Stiftung
Spenden per Paypal an stiftung@jugendkulturen.de
Mehr zum Archiv der Jugendkulturen:
http://www.jugendkulturen.de
http://www.klaus-farin.de
http://www.culture-on-the-road.de
Artikel von Marcus











