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Mair1 Festival 2012: Der Festivalbericht

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Am 15. und 16.06. spielten auf drei Bühnen beim „Mair1-Festival“ insgesamt mehr als 30 nationale und internationale Bands. Nach dem Motto „Soll der Sommer doch kommen“ strömten mehrere tausend Besucher auf das Festivalgelände des Flugplatzes in Montabaur um Headliner-Bands wie Parkway Drive, Hatebreed und Pennywise zu sehen. Nach markenrechtlichen Problemen musste der Name des Festivals zuvor von „Mach1“ in „Mair1“ umbenannt werden.

 

Nachdem sich die ersten Besucher bereits am Donnerstag auf dem Zeltplatz warm gemacht hatten, eröffneten Leeching Project den ersten der beiden Festival-Tage, der mit rund 8000 Leuten gut besucht war. Neaera heizten danach den Zuschauern bei Sonnenschein heftig ein, um hiernach direkt den Prügelknaben von Emmure Platz zu machen, die eine fette Show lieferten und sich wohl zu einem der Favoriten des Festivals mauserten.

Eskimo Callboy zogen bereits nachmittags viele Besucher vor die Bühne und bespaßten ihre Zuhörer mit ihrer Show. Der Mix von Post-Hardcore mit Techno-Elementen und der Spaß der Band auf der Bühne waren ansteckend.

Als kurz nach 18 Uhr bei bewölktem Himmel Unearth die Bühne betraten, war die Stimmung am Kochen und die Band kitzelte mit Songs wie Endless die Sonne raus. Direkt nach Unearth spielten auf der kleinen „Talent-Stage“ des Festivals Six reasons to kill und ballerten dem Zuschauer in gewohnter Manier die einzelnen Songs um die Ohren.

Caliban, die neben ihrem neuen Album I am Nemesis auch alte beliebte Lieder spielten, machten sehr viel Spaß. Unter den Fans waren junge wie „ältere“ Zuhörer, die bei We are the many „You gotta be fucking kiddin’ me!?“ mitgrölten.

Die Punkrock-Veteranen von Pennywise, auf die sich viele Besucher gefreut hatten, präsentierten ihr aktuelles Album. Der neue Frontmann (Ignite) machte seine Sache sehr gut.

 

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Breakdown of Sanity, eine der Überraschungen des Festivals rockten die Talentstage und schafften es sogar unerwartet gegen Parkway Drive anzuspielen. Leider überschnitten sich die Spielzeiten der beiden Bands leicht, aber Breakdown of Sanity verloren nur wenige Zuhörer und heizten dem verbliebenen Rest ordentlich ein.

Zu späterer Stunde wurde dann noch zu She hates me von Puddle of Mudd und einem Cover von TNT mitgesungen und gefeiert, bis dann Parkway Drive als Headliner am Freitag die Bühne betraten.

Die Band spielte eines ihrer beiden einzigen Deutschlandkonzerte auf dem „Mair1-Festival“ und beeindruckte zunächst einmal durch das geniale Bühnenbild, welches die Leute in einen Dschungel entführte. Parkway Drive schaffte es, alle vom ersten bis zum letzten Lied zu begeistern und die Menge kochte! Die Australier spielten viele Songs von Deep Blue, hauten aber auch einige beliebte Songs der Horizons raus. Bei Carrion und Romance is dead flossen wohl doch bei Einigen ein paar Freudentränen. Insgesamt war dieser Auftritt definitiv das Highlight eines sehr geilen Festival-Freitags.

Trotz einer stark verregneten Nacht und weggespülten Zelten auf dem Campingplatz war die Stimmung auch am Samstag bei Evergreen Terrace, die unter Anderem ein sehr gutes Cover vom bekannten Song Mad World spielten, wieder super.

 

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Stick to your guns, neben Breakdown of Sanity auch eine große positive Überraschung, traten auf der „EMP-Stage“ auf und schmetterten schöne Songs wie Amber und Enough is Enough.

Als eher spaßige „Abwechslung“ schienen dann Your Demise zu sein, auf die sehr viele Leute an diesem Samstag gewartet hatten (die auffälligen Shirts waren überall zu sehen).

Light your anchor machten ihre Sache sehr gut, bevor dann Walls of Jericho die Bühne betraten und endgültig der Matsch bei Liedern wie American Dream aufgewirbelt wurde (Candace Kucsulain „flippte“ wie gewohnt über die Bühne).

Um 20.20 Uhr stand dann die Live Performance der Festivalhymne, die man sich vorher im Internet anhören konnte, auf dem Plan. Diese wurde von The Grandtry, welche am Samstag ebenfalls auftraten, geschrieben und alle sangen mit.

August burns Red sorgten am Abend passend zum Wetter für ein technisch hochwertiges und melodisches Gewitter der besonderen Art, was unter Anderem auch an dem vorzüglich gespielten Schlagzeugsolo lag. Less than Jake boten dann als vorletzte Band des Abends noch einmal puren Spass vor dem Headliner.

Hatebreed, die extra für den Auftritt beim “Mair1-Festival” aus ihrer Heimat Amerika angeflogen kamen, legten wie erwartet einen sehr soliden Auftritt hin und frei nach dem Motto: “Das Beste kommt zum Schluss” ballerten sie ein Highlight nach dem Anderen heraus und brachten die Massen zum Toben! So ein Ende des Festivals hat sich wohl jeder Besucher gewünscht. Als Jamey Jasta dann bei Live for this „If you don’t live for something you’ll die for nothing“ brüllte und wohl bereits Einige aus dem Pit getragen werden mussten, war dies der perfekte Schlussakt für ein geiles Festival.

Frei nach dem Motto „Soll der Sommer doch kommen“ zeigte sich der Wettergott am ersten Tag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen großzügig. Der Samstag jedoch artete regelrecht in eine Schlammschlacht aus und es war mit dem Auftritt von Walls of Jericho langsam aber sicher „landunter“ auf dem Festivalgelände sowie dem Campingplatz. Dies tat jedoch der Stimmung der Besucher keinen Abbruch und es wurde sich rutschend auf Knien und Füßen fortbewegt und im Pit gemosht.

 

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Wenn der Regen mal zu heftig wurde, wurde sich an einem der Getränkestände untergestellt und zusammen etwas Nettes getrunken. Das kulinarische Angebot war sehr groß und es war für jeden Geschmack etwas dabei, sogar ein veganes Angebot war gegeben. Im Ü18-Bereich konnten sich Durstige mit Longdrinks oder Cocktails versorgen.

Für den Adrenalin-Kick zwischen den Bands sorgte ein Bungee-Turm, auf welchen sich einige Mutige wagten. Die „Monster Signing Area“ bot die Möglichkeit, einmal die Bands persönlich zu treffen und sich ein Autogramm abzuholen, die Warteschlangen waren jedoch wie erwartet sehr lang. Einige Harte nahmen die Möglichkeit wahr, sich kostenlos das Logo des Energy-Drinks „Monster“ (das neon-grüne „M“) stechen zu lassen.

 

Laut der Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die mit 25-30 Helfern vertreten waren, verlief das Festival ruhig. Bis auf ein paar gewohnte „Unfälle“ im Moshpit oder aufgrund von Ausrutschen auf dem doch sehr rutschigen Untergrund kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.

 

So bleibt an dieser Stelle der Ausblick und die Vorfreude auf das nächste Jahr. Soll der Sommer doch dann wieder kommen!

 

Festivalbericht und Fotos von Luisa Dasbach

 

Mair1 Festival - Das war das Line-Up

Amsterdam Redlight District, August Burns Red, Benzin, BLAM, Breakdown Of Sanity, Caliban, Danforth, Destrage, Disposed To Mirth, Emmure, Eskimo Callboy, Evergreen Terrace, Hatebreed, Leeching Project, Less Than Jake, Light Your Anchor, marathonmann, Middle Fingers High, Neaera, Parkway Drive, Pennywise, Puddle Of Mudd, Shake The Pagoda Tree, Six Reasons To Kill, Stick to Your Guns, The Grandtry, Unearth, Walls Of Jericho, We Butter The Bread With Butter, Xibalba, Your Demise, ZSK (weitere Bands folgen)

 

Mehr zum Mair1 Festival:

Offizielle Homepage: www.mair1-festival.de


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