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Guitar Hero: Warriors of Rock

Rockaholics und Gitarren-Helden des Wohnzimmers werden diesen Moment bereits sehnsüchtig entgegen gefiebert haben. Mit „Warriors of Rock“ ist im September 2010 der sechste Teil der beliebten Guitar Hero-Reihe erschienen.

 

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Um zu überprüfen, ob das Konkurrenzprodukt zu „Rock Band“ hält, was der Hersteller Activision verspricht, haben wir die Version für  die XBOX 360 samt Gitarrencontroller einmal genauer unter die Lupe genommen und versucht damit die Zukunft des „Rock’n’Roll“ zu retten.

 

Worum geht's?

Guitar Hero: Warriors of Rock bringt den Geist des wahren Rock zurück auf die Bühne – zumindest vor den heimischen Fernseher.

Mit einer umfangreichen Auswahl von über 90 Songs, in denen sich Rock-Heroen wie Black Sabbath, Queen, Slipknot, Muse und KISS tummeln, steuert der Spieler mittels Gitarrencontroller über unterschiedliche Quest- und Schwierigkeits-Modi auf seinen persönlichen Erfolg zu. Hierzu sei gesagt, dass die Steuerung der Spielekonsole über Farbcodes das Reaktionsvermögen des Spielers ungemein fordert, dies kommt vor allem für blutige Anfänger einer Gedultsprobe gleich.

Belohnt werden erprobte Wohnzimmer-Rockstars mit aufwendig animierten und story-basierte Videosequenzen und einem entsprechenden Punktesystem, dass nach erfolgreichem oder missglücktem Auftritt der gespielten Band, dem Spielerkonto gutgeschrieben wird.

„World of Rock“ eröffnet allen Arten von Spielertypen einen passenden Zugangsweg. So bieten die vielseitigen Quest-Modi angefangen vom kurzen Spielespaß nebenbei oder den gemeinschaftlichen Rock-Abenteuer zum drauflosrocken auf der nächsten Party, bis hin zum epischen story-basierten Quest-Mode, wenn man vor hat etwas mehr Zeit in das Spiel zu investieren, jede Menge Auswahl und Abwechslung.

Im story-basierten Quest Mode führt die Geschichte den Spieler vom legendären New Yorker Punk-Club CBGBs bis in die tiefsten Tiefen der Rock-Hölle.

Ob gemeinsam als Band oder gegen andere Spieler: Rock wäre nicht Rock, wenn man sich nicht auch beweisen müsste. In „Quickplay+“ ist genau das möglich. Insgesamt können 13 verschiedene Challenge-Optionen auf jeden im Spiel enthaltenen Song angewendet werden, außerdem auf viele weitere Tracks der „Guitar Hero Music Library“. Ebenso läd auch der Wettbewerb unter Freunden zum richtig abrocken ein. Der entsprechende Spielerweg lässt bis zu vier Spieler in Modi wie Streakers, Momentum+ oder „Do or Die“ Rockduelle der Extraklasse austragen, online ist dies sogar bis zu acht Spielern möglich.

 

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Geht's ab?

Lässt man die reale Sicht eines Musikers einmal außen vor, ist es rational betrachtet nicht viel mehr als ein neu in Szene gesetztes bekanntes Spielprinzip, dass zunächst dem Fernsehspiel „Sat 1 Superball“ ähnelt. Das haptische Erlebnis des optisch aufgemotzten Gitarrencontrollers und der einfache Spieleinstieg macht „Guitar Hero“ sogar für vermeintlich unmusikalische Musikliebhaber zu einem unvergleichlichen Spielerlebnis.

 

Was rockt

Bei dem opulente Songangebot von über 90 Songs sollte für jeden Musikgeschmack der ein oder andere Titel zu finden sein, auf den sich zu rocken lohnt. Die Auswahl der Künstler ist dabei gemischt und deckt im Gegensatz zum Vorgänger ein breites Spektrum der Rockmusik ab. Wer zudem im Besitz eines der Vorgängerspiele ist, der kann einige Songs aus diesen auch in den sechsten Ableger importieren um die neuen Features zu nutzen.

Ebenso rockt natürlich die Optik des neuen Gitarrencontrollers mit der das Spiel gesteuert wird.

 

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Was nicht rockt

Der Schwierigkeitsgrad! Während uns der Anfängermodus zum Teil eher unterforderte, waren der Grossteil der Songs selbst im Einsteigerbereich selten bis gar nicht erfolgreich abzuschließen. Möglicherweise muss man als Spieler auch mit den Vorgängern historisch gewachsen sein und seine Fingerfertigkeit entsprechend trainiert zu haben, um alle Farben im richtigen Moment auch bei erhöhtem Tempo erwischen zu können. Bleibt der Erfolg aus, kann die anfängliche Euphorie auch schnell in übermäßigen Unmut umschlagen. Darüber hinaus lässt die Begeisterung im Single-Modus auch arg zu wünschen übrig, wenn man nicht noch weitere Mitstreiter mit entsprechendem Equipment wie Mikrofon, Bass oder Schlagzeug in der „Band“ hat. So bleibt dem Spieler in der Regel der konzentrierte Blick auf die Tonleiter, während sich anderen Teilnehmer am PC voller Tatendrang an den cool animierten Rockstar-Charakteren auf der Mattscheibe erfreuen können.

Hinzu kommt die Krux mit der Gitarre – seien wir mal ehrlich, wirklich Sinn macht dieses Spiel nur in Verbindung mit der Plastikklampfe. Leider lässt sich Activision diesen Luxusartikel „Made in Hong Hong“ sehr gut bezahlen, denn der Preis für das Spiel mit dem Controller müssen Gamer schon knapp 90 Euro berappen oder sind gezwungen bis Weihnachten abzuwarten. Dass sich das Geschäft mit der Individualisierung rentiert, zeigt auch, dass die Corpus-Flügel ab sofort abnehmbar sind und sich jederzeit gegen alternative Plastikteile tauschen lassen, die in jedem gut sortierten Handel erhältlich sein sollten.

 

Fazit

„Guitar Hero“ ist ein Konzept, dass grundsätzlich gefallen mag und das Interesse jedes Gaming-affinen Musikliebhabers wecken wird. Jeder Musikschaffende wird über diese Form der Vergewaltigung seines Metier allerdings wohl nur ein müde Lächeln abringen können und vehement dazu raten, ein richtiges Instrument zu erlernen. Trotz allem gibt es diese Abende, an denen das Game definitiv der Eisbrecher für eine laszive Party werden könnte.

 

 

Systeme: Xbox 360, PS3, Wii

Publisher: Activision Blizzard Deutschland

USK: Ab 0 freigegeben

Preis: 40 bis 50 Euro (ohne Controller und Zubehör)

 

Review von Marcus

 

 


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