Gary Moore (1952-2011), einer der bekanntesten britischen Blues- und Rock-Gitarristen, hat einige bis heute bekannte Rock Bands wie Skid Row und Thin Lizz mitgegründet oder dort für eine gewisse Zeit mitgespielt wie bspw. seine erste Band namens Gary Moore Band 1973, die aber recht schnell wieder scheiterte. Er spielte mit vielen erfolgreichen Musikern wie Greg Lake und auch der Cream-Zusammensetzung (ohne Eric Clapton). Gary Moore war ein sehr erfolgreicher Studiogitarrist und Hard Rock- sowie später in den 90ern ein Blueskomponist. Gary versuchte sich an Projekten wie Scars (2002 mit Cass Lewis von Skunk Anansie und Darrin Moorey von Primal Scream) und einem 1999 Hip-Hop und Drum’n’Bass lastigen Album "A Different Beat", kehrte jedoch 2004 wieder zum Blues zurück. 2009 erfüllte er die Verpflichtung die er der Verlagsfirma versprach und gab noch ein letztes Blues-Album heraus, arbeitet aber schon an seinem neuen Werk, welches er zusammen mit The Chieftains angehen wollte, schrieb einige Stücke schon im Jahr 2005.
Leider verstarb Gary Moore im Alter von 58 Jahren am 11. Februar 2011 im Schlaf durch Herzinfakt. Immerhin hat er seine zuletzt komponierten Lieder bei seinem Live Konzert in Montreux 2010 gespielt, die somit bis dato auch nur auf der LIVE AT MONTREUX 2010 Ausgabe zu finden sind.
DVD
Menu:
Zu Anfang wird man im Hauptmenu mit rockigen Gitarren begrüßt und einem Videoausschnitt aus der Liveaufnahme. Man kommt also sofort in Stimmung.
Als Einstiegslied gibt es gleich das wohl bekannteste Celtic Rock Lied von Gary Moore - "OVER THE HILLS AND FAR AWAY". Zum Zeitpunkt des Konzertes sieht man Gary Moore bereits gesundheitliche Probleme an, auch an seinen Musikern ist der Zahn der Zeit nicht ohne Spuren vorrüber gegangen. Doch trotz des gleich schon rockigen Songs hält Gary Moore es erstaunlich gut durch, auch längere und dennoch starke Töne von sich zu geben. Auch im zweiten Lied "THUNDER RISING" schaffen es Gary Moore und sein Keyboarder Neil Carter auch die schwierigeren höheren Parts recht rein und kraftvoll zu singen.
Sonst gibt es keinen gesanglichen Unterschied zu den früheren Aufnahmen. Und musikalisch sind sie sowieso wie eh und je. Leisten sich keine Patzer und sind vollkommen in ihrem Element versunken.
Nach über 30 Jahren Musikgeschichte so eine perfekte Leistung hinzulegen, davon können sich viele Bands eine Scheibe abschneiden.
"Empty Roots" und "Blood of Emeralds", zweiteres hat er seinem viel zu früh verstorbenem besten Freund und Musiker Phil Lynott gewidmet, werden in einer bekannten emotionalen Stimmung vorgetragen. Auch "Out In The Fields" begeistert die Zuschauer bei dem Konzert.
Der Blues Hit "Still Got The Blues" (für welches er 2008 wegen Plagiats an den Krautrock Musiker Jürgen Winter verurteilt wurde, mit diesem 2009 einen Vergleich über eine nicht bekannte Summe abschloss und dabei die Rechte für "Still Got The Blues" behalten durfte) fehlt bei diesem Konzert nicht.
Seine neuen Songs sind zwischen den Alten so gut platziert, dass es wie aus einem Guss klingt. Er hatte also immer noch ein Händchen und Gehör für gute Hits, die an die Erfolge aus den früheren Jahren anknüpften.
Abschließend stellt Gary Moore mit Parisienne Walkways sein Können unter Beweis.
Die DVD ist wie eine Zeitreise durch die vielen Gary Moore Jahre. Eine Legende schon zu Lebzeiten, bei seinem letzten aufgenommen Konzert immer noch ganz groß.
Review von Maja Trumpheller











